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Holz in seiner feinsten Form

Galerie Maxluzi auf dem Gutshof Seewalde veredelt Holz zu hochwertigen Lampen und Schalen

Jwd – janz weit draußen – liegt der kleine Ort Seewalde in der Mecklenburgischen Seenplatte – und sprüht sogleich vor Lebendigkeit. Um 10 Uhr an einem Dienstag hört man die Kinder der örtlichen Schule ausgelassen spielen, vor dem Naturkostladen sitzen die ersten Gäste, lesen Zeitung und trinken Kaffee. Im Atelier Maxluzi geht das Licht an. Auf dem ehemaligen Gutshof ist einiges los. Hierhin hat es Max Strack und Luzi Graf aus Niederbayern verschlagen.

Gutes Design ist langlebig und nachhaltig

Zusammen mit der kleinen Tochter lebt das Paar im Ort. „Wir haben hier bestimmt eine bessere Infrastruktur als in mancher Kleinstadt“, ist Holzkünstler Max Strack überzeugt. Mit Partnerin und Innenarchitektin Luzi Graf entwirft er Holzobjekte und stellt sie in der eigenen Holzwerkstatt selbst her. Viele Arbeitsschritte sind notwendig, um aus einem Stück Holz eine durchscheinende Lampe werden zu lassen – und viel Geschick und Erfahrung beim Drechseln. „Hinter jedem unserer Produkte stehen auch hundert prozentig wir“, sagt Max Strack. „Da steckt gute Energie drin, das merkt man den Dingen auch an.“ Vor allem achten die beiden darauf, dass ihre Produkte langlebig und nachhaltig sind. Das sei die Aufgabe eines guten Designs. Ein eindrückliches Beispiel sind die Hocker aus recycelten Holzabschnitten, die in der Holzwerkstatt bei größeren Arbeiten anfallen. Statt sie zu entsorgen, fertigt Strack daraus moderne Sitzmöbel. Gerade interessiert sich ein Gast der Galerie dafür und fragt, ob es auch zu ihr nach Hause geschickt werden könnte. Selbstverständlich!

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In der ehemaligen Schmiede haben Luzi Graf und Max Strack ihre Galerie MAXLUZI eingerichtet. Foto: Manuela Heberer

Regional leben statt „heute hier – morgen da“

200 bis 300 Radfahrer kommen in der Saison pro Tag in Seewalde vorbei. Der Ort liegt direkt am Fernradweg nach Kopenhagen. Für die Galerie ist das ein Segen. Viele Gäste finden hier nicht selten ganz zufällig genau die Lampe oder die Holzschale, die sie immer gesucht haben. Im zweiten Jahr stellen Max Strack und Luzi Graf ihre Objekte jetzt schon an diesem Ort aus, an dem sie ihr bisheriges Leben komplett umgekrempelt haben. Beide waren im Design- und Interieurbereich weltweit unterwegs – heute hier, morgen da. Kein Leben für immer offenbar, denn irgendwann wollten beide etwas anderes. Und so verschlug es das Paar nach Mecklenburg. Max Strack hatte einige Jahre zuvor schon in Seewalde gelebt, in Mirow das Zimmereihandwerk gelernt. Hier genießen sie nun zu dritt das regionale Leben. „Wir haben in Seewalde eigentlich alles, was wir brauchen und müssen nur selten weg für Besorgungen.“ Knapp 100 Menschen leben in der Dorfgemeinschaft, in der Heilpädagogik und Sozialtherapie auf anthroposophischer Grundlage eine wichtige Rolle spielen. Zwei Kindergärten, Waldorfschule, betreutes Wohnen, Werkstatt, Biolandwirtschaft, Ferienbungalows – all das gibt es hier. Und all das sorgt dafür, dass im Ort immer Leben ist.

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In jedem ihrer Designstücke steckt viel Liebe zum Detail. Foto: Manuela Heberer

Spaß am Leben und Arbeiten

Hier fühlt sich die junge Familie wohl, möchte auf jeden Fall in der Kleinseenplatte bleiben. „Davon zu leben, was uns Spaß macht, ist ein gutes Gefühl“, sagt Max Strack. „Ich könnte mir gut vorstellen, das irgendwann auch anderen bei uns zu ermöglichen.“ Aktueller Plan für dieses Jahr ist die Teilnahme an Märkten zur Weihnachtszeit. „Auf dem Weberglockenmarkt in Neubrandenburg wird man uns auf jeden Fall treffen.“

Von Manuela Heberer

Maxluzi präsentieren sich auch im VielSehn-Schaufenster. Hier entlang!

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