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Malerei trifft Bootsbau

Dalia und Martin Kock haben ihre Berufungen gefunden und harmonieren zusammen in Malchow

Ihr Sinn für Ästhetik ist unübersehbar: In dem hellen lichtdurchfluteten Raum sorgen Möbel aus dunklem Holz, große Pflanzen und feine Accessoires dafür, dass sich der Besucher direkt wohlfühlt. An der Wand großformatige Acrylbilder mit Flamingos, Kranichen und Säbelschnäblern. Vögel scheinen es Dalia Kock angetan zu haben. Aber auch Pflanzen, insbesondere Blätter und Blüten finden sich auf vielen ihrer Bilder. Diese schmücken auch die Wand ihrer Büroräume, die sie sich mit ihrem Mann Martin teilt.

Malerei fester Teil der Selbstständigkeit

Nichts deutet auf den ersten Blick darauf hin, dass neben einem kreativen Geist hier auch bodenständiges Handwerk zu Hause ist. Beide verbindet die Initiale K ihres gemeinsamen Familiennamens, die an der Tür steht. Bootsbau und Malerei – Martin und Dalia Kock bringen beides zusammen. Er restauriert Boote und fertigt sie nach Maß, sie gestaltet Digital- und Printmedien, illustriert und malt. Während ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin und auch später im Job war die Malerei ein Hobby, das Ausgleich schaffte. Heute hat Dalia Kock die Malerei fest in ihre Selbstständigkeit integriert, fertigt Auftragsarbeiten nach Kundenwunsch und verkauft ihre Kreationen.

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Vor allem Vögel, Pflanzen und Maritimes stellt Dalia Kock in ihre Bildern dar. Foto: Manuela Heberer

Seit 2019 teilen sich Dalia Kock und ihr Mann Martin das Büro in der Ebereschenallee in Malchow. Hier hat sich der Boots- und Schiffbaumeister den Traum von einer eigenen Werft erfüllt. Zwei ganzjährig beheizbare Werkstatthallen für Boote bis zu 15 Metern Länge, ein Bootslager mit Kran, der 15 Tonnen-Kolosse heben kann – eingeflossen ist die langjährige Erfahrung aus dem ehemaligen Bootsbaubetrieb des Vaters, der heute ebenfalls im Betrieb des Sohnes mitarbeitet. Zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter setzen sie hier ganzjährige Boote instand, restaurieren alte Kähne oder bauen neue. Nebenan ist Dalia Kock kreativ, das Zusammenspiel passt perfekt.

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Martin und Dalia Kock auf dem neuen Werftgelände. Foto: Manuela Heberer

Schräge Vögel und Maritimes In dem familiären Umfeld ihrer Heimatstadt und dem Schritt in die Selbstständigkeit hat die 29-Jährige offensichtlich ihre Erfüllung gefunden. Hier kann sie sich ihre Zeit frei einteilen, sich genügend davon für den dreijährigen Sohn nehmen. Hinzu komme, dass sie sich als Freigeist so auch ihren Freiraum für das kreative Arbeiten nehmen kann. „Den brauche ich, um auch Ergebnisse zu erzielen, mit denen ich zufrieden bin.“ Dafür macht sie sich viele Gedanken über die Umsetzung der jeweiligen Motive. Diese kommen ihr häufig einfach so in den Kopf, scheinen irgendwo abgespeichert zu sein, um irgendwann freigesetzt zu werden. Viele „schräge Vögel“ seien schon dabei gewesen. Auch eine maritime Phase hätte es schon gegeben, erzählt Martin Kock und erinnert sich an Quallen und Kraken auf den Bildern seiner Frau. Gerade baut er einen Rahmen für eines ihrer Bilder, welches bald in der eigenen Wohnung hängen soll. Flamingos für die Küche. Die hatte Dalia Kock schon einmal fertig und wie die meisten ihrer Bilder auf Instagram gepostet. Daraufhin meldete sich eine Bekannte, die das Bild unbedingt für sich haben wollte – Dalia Kock hat ihr den Wunsch erfüllt. Diesmal jedoch, sagt sie und lacht, bleibt es wirklich bei uns.

Von Manuela Heberer

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